Neue Zeiten

Melancholie breitet sich aus,

Eine Zeit voll Wendungen, 

Viele ziehen in die Welt hinaus,

Eine Zeit voll Veränderungen.

 

Eine Insel aus Erinnerungen,

Schöne Zeit,

Verschiedene Gesinnungen

Und doch eine Einheit.

 

Aus einem Ganzen, viele kleine,

Glückliche Zeiten verlassen,

Jeder geht für sich alleine,

Lass´ Erinnerungen nicht verblassen.

 

Neue Wege beschreiten,

Weil alte nicht mehr leiten,

Alte Vertraute nicht begleiten.

 

Halte Erinnerungen fest,

Freude ob der schönen Tage,

Und doch baut Trauer ein Nest,

Weil ich ihnen für immer entsage.

 

Ein altbekanntes Leiden

Und doch nie daran gewöhnt,

Lässt sich kaum in Worte kleiden,

Ein Gefühl als ob Leben verhöhnt.

Denn Gutes vergeht,

Von Zeiten verweht,

Und man fleht,

Doch nichts steht.

 

Was bleibt, beim Blick zurück,

ein Gemisch aus verbrauchtem Glück

und anhaltender Traurigkeit,

Der Beginn einer neuen Zeit…

(2013)

Das Spiel

 

Kennst du das Gefühl?

Wie ein Vogel ohne Ziel

Spielst du das Spiel

 

Das Spiel, das niemals endet,

Sich ständig wendet

 

Keine Verlierer, keine Gewinner,

Nur Spinner,

So wie ich,

Auf der Linie, gegen den Strich.

 

Die Würfel sind gefallen

Und rollen doch weiter,

So liegt es in des Spieles Krallen,

Ob ich siege oder scheiter´.

 

Doch ich weiß es ist vergebens,

Denn das ist das Spiel des Lebens,

Gehegte Hoffnungen vermessen,

Denn ich sollte nicht vergessen:

Diese Runde verliere ich,

Verliere dich,

Verliere mich.

 

Doch trotz allem spiel´ ich heiter

Dieses Drama immer weiter.

(2013)

Gedanken

 

In Tiefe verborgen,

Überdeckte Sorgen,

Hinter Lächeln versteckt,

Von keinem entdeckt.

 

Gefühle kreisen,

Gedanken reisen,

Verwirrung entsteht

Zeugt von Realität

 

Gefangen im Geiste

Sind´s laute, sind´s dreiste,

Sind traurig, sind leise,

Auf ihre Art und weise

Gut und schlecht,

voll Lüge, voll Recht.

 

Wollen raus, bleiben drin,

Sind wirr, doch voller Sinn?

 

Drängen und warten,

Halten und starten,

Sind komplex, sind schlicht,

Und doch ähnlich diesem Gedicht

Nur Häufung von Bildern und Worten

Der verschiedensten Sorten.

 

(2013)

Sinn des Lebens

Jeder Mensch fragt
Was ist der Sinn des Lebens?
Und er bekommt gesagt
Ich weiß es nicht, der Sinn des Lebens?

Und dann wird er nachdenklich
Und er überlegt: „wozu gibt es mich?“
„Wofür lebe ich eigentlich?“

Keiner kennt die Antwort
Keiner weiß einen Ort
An dem man diese Frage klärt
Auch wenn man noch so weit fährt

Gibt es ihn denn überhaupt?
Oder wurden wir seiner vor Jahren beraubt?
Keiner weiß es, keiner kennt die Antwort
Und so zieht sich die Frage in Ewigkeit fort.

Macht der Worte

Ein Wort, nur so dahingesagt
Doch deswegen sich nun ein anderer plagt
Unterschätze niemals was du sagst
Vor allem wenn du dein Gegenüber magst

Worte sind mehr als nur Kommunikation
Sie richtig zu wählen ist Intuition
Drum wähle sie immer mit Bedacht
Denn sie haben furchtbar viel Macht

Du kannst damit eine Welt zerstören
Den Anderen zwingen dir zu zuhören
Kannst sie in fremde Seele rammen
Sie damit für immer verdammen

Du kannst die Moral eines Menschen verändern
Dies geschah schon in mehreren Ländern
Kannst sie dazu bringen für dich zu morden
Und bekommst dafür selbst noch einen Orden

So viele schlimme Dinge kannst du tun
Aber der Geist der Worte kann noch nicht ruhn
Denn du kannst auch Gutes machen
Helfen den Menschen bei vielen Sachen

Du kannst ihre traurigen Seelen heilen
Kannst sie dazu bringen noch auf der Erde zu verweilen
Wenn sie mit dem Leben abschließen
Und kurz davor sind sich zu erschießen.

Du kannst auf jedes Trauergesicht
Zaubern ein Lächeln, wie ins Dunkel ein Licht
Kannst einfach nur trösten wenn sie traurig sind
Das ist das, was ich mit Worten verbind

Der Schimmel

Traurig schau ich aus dem Fenster
Und ich dacht´ ich seh´ Gespenster!
Denn ein weißer Schimmel
Steht unter dem verhangenen Himmel

Es fängt an zu regnen
Die Tropfen fallen leise
Gott will den Schimmel segnen
Doch das Wasser wird zu Eise

Die Tropfen werden zu  spitzen Pfeilen
Und versuchen die Welt zu teilen
Der Schimmel wiehert angstvoll auf
Nimmt schwere Verletzungen in Kauf

Aus kleinen Wunden fließt sein Blut
Und ich wagte kaum zu hoffen, dass alles wird gut
Erschöpft brach das arme Tier zusammen
Die Ohnmacht droht es zu übermannen

Doch plötzlich klärte sich der Himmel
Und neue Hoffnung packte den Schimmel
Die Sonne trocknete sein Fell
Und blendete meine Augen grell


Und als ich erneut auf die Stelle sah
Da war der Schimmel nicht mehr da
Der Himmel war wieder mit Wolken befleckt
Und mein Fenster mit Regentropfen bedeckt